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Ein sehenswertes und lehrreiches Forum zum Thema Lebendgebärende Zahnkarpfen:

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Lebendgebärende Zahnkarpfen


Bei Wikipedia findet man viel zu diesen in den Aquarien weit verbreiteten Fischen: Lebendgebärende Zahnkarpfen bei Wikipedia
Im Folgenden stelle ich die von mir zur Zeit gehaltenen Arten vor.


Das "Projekt" Wildformen Lebendgebärender Zahnkarpfen habe ich ausgegliedert und dafür eine separate Homepage gestaltet:
www.wildformen.de


Endlers Guppy (Poecilia wingei)

Endlers Guppy Männchen Endlers Guppy Männchen

Ich halte die Variante "Center Peacock" (ECS Stamm Nr.: N-98-0014 (Klasse: N) Ursprung: Adrian Hernandez (USA)).

Dieser Typ wurde in der Laguna la Malaguena und Laguna de los Patos im Norden von Venezuela bei der Stadt Cumana gefunden. Durch eine massive Verschmutzung der Herkunftsgewässer ist zu befürchten, dass er dort bald nicht mehr anzutreffen ist.
Ich versuche, diese schönen Fische als reinen Stamm auf Dauer zu erhalten und gebe gerne Jungfische an "verantwortungsbewusste" Aquarianer ab.
Aufgrund der nahen Verwandschaft mit dem gewöhnlichen Guppy (Poecilia reticulata) und der Möglichkeit der problemlosen Kreuzung dieser beiden Arten werden heute in Zoohandlungen häufig Hybriden (Poecilia wingei x Poecilia reticulata) als "Endlerguppy" angeboten, welche aber definitiv keine reinen Endler sind.

Die heute verfügbaren Endler-Stämme werden folgendermaßen klassifiziert:
Klasse N: Jeder Endler und dessen Nachkommen, der nachweislich aus den Fanggewässern in Venezuela stammt.
Klasse P: Jeder Endler unbekannter Herkunft, der sich phänotypisch (Größe, Farbe, Form...) nicht von Klasse N Endlers unterscheidet.
Klasse K: Endler-Hybriden mit anderen Lebendgebärenden, meist sind hier Guppys gemeint.

Die Endler werden im Vergleich zu den herkömmlichen Guppys häufig als widerstandsfähiger beschrieben und stellen ihren Jungen weniger nach. Endler-Weibchen erreichen eine Länge von ca. 3,5 cm. Die Männchen werden ca. 2,5 cm lang.

An das Wasser stellen diese Fische keine besonderen Ansprüche.
Wassertemperatur: 20 - 28 °C
ph-Wert: 6 - 8,5
Gesamthärte: bis 30 °dGH

Als Futter kommt (neben den handelsüblichen Trockenfuttersorten) Lebendfutter in der entsprechenden Größe und Algen in Frage.

Das Aquarium kann dicht bepflanzt sein.

Die Zucht ist problemlos. Nach ca. 23 Tagen Tragzeit "gebärt" ein großes Weibchen bis zu 20 Junge.


Metallkärpfling (Girardinus metallicus)

Der Metallkärpfling ist eine aus Kuba stammende Wildform der Lebendgebärenden Zahnkarpfen.
Aufgrund der Tatsache, dass die Metallkärpflinge nicht sehr farbenprächtig sind, werden sie selten bis nie in Zoohandlungen angeboten (wie auch die anderen Wildformen Lebendgebärender Zahnkarpfen).

Dieser friedliche aber lebhafte Fisch sollte in Aquarien ab 70 cm Kantenlänge gehalten werden.
Da er gesellig ist, empfiehlt sich eine Haltung von mehreren Exemplaren, welche häufig im Trupp durch das Aquarium ziehen. Die Geschlechterverteilung sollte zugunsten der Weibchen ausfallen, da die Männchen dieser Art intensiv balzen und die Weibchen häufig bedrängen.
Die Weibchen erreichen eine Länge von ca. 9 cm. Die Männchen bleiben mit 5 cm wesentlich kleiner.

Als Richtwerte für das Wasser können folgende Angaben gelten:
Wassertemperatur: 22 - 26 °C
ph-Wert: 6,5 - 7,5
Gesamthärte: 10 - 25 °dGH
Das Wasser sollte klar sein und eine leichte Strömung aufweisen. Regelmäßige Wasserwechsel tragen zum Wohlbefinden bei.

Die Bepflanzung kann dicht sein. Es sollten auch einige Schwimmpflanzen vorhanden sein. Geeignete Schwimmpflanzen sind Hornkraut (Ceratophyllum demersum), Flutendes Teichlebermoss (Riccia fluitans), Wassersalat (Pistia stratiotes) und Hornfarnarten (Ceratopteris).

Futter
Der Metallkärpfling kann mit Flockenfutter, Algen und jedem der Größe entsprechenden Lebendfutter ernährt werden.

Die Zucht ist relativ unkompliziert. Nach ca. 25 Tagen Tragzeit kann ein großes Weibchen bis zu 100 Jungfische absetzen. Die 6-7 mm großen Jungfische haben bläulich schimmernde Augen und wachsen schnell. Da die erwachsenen Tiere den Jungen nachstellen ist ein Ableichkasten oder eine dichte Bepflanzung (Schwimmpflanzendecke) empfehlenswert.
Gefüttert werden können die Jungfische sofort mit Staubfutter (zerriebenes Flockenfutter funktioniert auch prima) oder frischgeschlüpften Artemia.


Gefleckter Kaudi (Phalloceros caudimaculatus)

Kaudi Kaudi Kaudi

Der aus Südamerika (Südbrasilien, Uruguay, Paraguay) stammende Gefleckte Kaudi ist ein Fisch, welcher kühleres Wasser bevorzugt. Beachtet man dieses, ist der Kaudi ein leicht zu pflegender Aquarienbewohner.


Zwergkärpfling (Heterandria formosa)

Dieser aus Nordamerika (USA) stammende Fisch gehört zu den kleinsten Wirbeltieren, welche lebende Junge zur Welt bringen. Während die Weibchen mit ca. 4 cm ausgewachsen sind, erreicht das Männchen nur eine Länge von ca. 2 cm.

Das Wasser sollte folgende Parameter aufweisen:
Wassertemperatur: 18 - 25 °C
ph-Wert: 6,5 - 7,5
Gesamthärte: 10 - 25 °dGH

Die Bepflanzung sollte sehr dicht sein. So fühlt sich der Zwergkärpfling am wohlsten. Die Männchen besetzen kleine Reviere, verteidigen diese gegen andere Männchen und warten darauf, dass ein Weibchen vorbei kommt. Dieses wird dann überfallartig angebalzt (Lauerbalz/Überfallbalz).

Die Zucht ist nicht schwierig. Allerdings unterscheidet sich die sehr interessante Fortpflanzung von der anderer Lebendgebärender Zahnkarpfen. Der Zwergkärpfling pflanzt sich durch "Superfötation" fort. Es werden nicht alle Jungen mit einem mal geboren, sondern sie wachsen im Weibchen gleichzeitig in unterschiedlichen Entwicklungsstadien heran und werden durch eine Follikelplazenta im Körper ernährt. Über einen Zeitraum von ca. 4 Wochen verteilt werden dann täglich zwischen 1 und 4 Jungfische geboren.

Als Futter kommt Flockenfutter, Futtertabletten, Frostfutter und Lebendfutter (in entsprechender Größe) in Frage. Lebendfutter wird vom Zwergkärpfling bevorzugt und sollte wenigstens hin und wieder gereicht werden. Dies fördert Gesundheit und Vermehrung.


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