Harnischwelse (Loricariidae) gibt es unzählige. Aufgrund der vielen wissenschaftlich noch nicht beschriebenen Arten haben sich die L-Nummern (auch im Handel) durchgesetzt.
>>> Link zu Wikipedia: L-Nummer
Ich halte neben dem alteingesessenen Gemeinen Antennenwels (Ancistrus sp.), der seit jeher meine Aquarien besiedelt, auch den L 448 (Panaqolus sp. aff. maccus) und den L 38 (Peckoltia sp.).
Gemeiner Antennenwels oder auch "Brauner Antennenwels"
(Ancistrus sp.)
Dieser seit sehr vielen Jahren im Aquarium gepflegte Wels ist wissenschaftlich noch nicht beschrieben und wird irrtümlicherweise in der Aquarienliteratur häufig als "Blauer Antennenwels" (Ancistrus dolichopterus) bezeichnet.
Dies ist auf eine Verwechslung Ende des 20. Jahrhunderts zurückzuführen. Der wissenschaftliche Name Ancistrus dolichopterus gehört aber zum
L 183 ("Weißsaumantennenwels" oder auch "Blauer Antennenwels"). Dieser hat eine schwarze (eventuell bläulich schimmernde) Grundfarbe mit sehr feinen weißen Punkten.
Im Gegensatz dazu hat der in fast jeder Zoohandlung zu findende "Gemeine Antennenwels" (Ancistrus sp.) eine braune Grundfarbe mit größeren weißen Punkten.
Der Gemeine Antennenwels ist ein sehr anpassungsfähiger Wels, welcher über 10 Jahre alt werden kann und eine Größe von ca. 12 cm erreicht.
An das Wasser stellt er keine hohen Ansprüche. Es sollte sauerstoffreich sein und durch regelmäßige Wasserwechsel sauber gehalten werden.
Temperatur: 20 - 28 °C
ph-Wert: 5,5 - 8
Gesamthärte: weich - sehr hart
Zur Beckeneinrichtung eignen sich besonders Wurzeln und Höhlen (Tonröhren, Schiefer, Kokosnüsse etc.).
An Pflanzen vergreifen sich diese Welse meinen Erfahrungen nach nicht.
Als Futter kommt in Frage: Lebendfutter, Frostfutter, Boden- und Hafttabletten, Flockenfutter und Grünfutter (Gurke, Zucchini, rohe Kartoffel, Erbsen, Paprika, Möhren, Spinat...).
L 448 (LDA 67)
(Panaqolus sp. aff. maccus)
Dieser mit ca. 8 cm relativ klein bleibende Wels ist aufgrund seiner sehr schönen aber variablen Färbung und der eher geringen Ansprüche an die Wasserwerte ein idealer Pflegling für mich, da ich mit relativ hartem Leitungswasser (ca. 8° KH und 16° dGH) leben muss.
Das Wasser sollte, wie bei L-Welsen üblich, sauerstoffreich und durch regelmäßige Wasserwechsel sauber gehalten werden.
Temperatur: 24 - 28 °C
ph-Wert: 5 - 7,5
Gesamthärte: bis 20° dGH
Zur Beckeneinrichtung eignen sich besonders Wurzeln und Höhlen (Tonröhren, Schiefer, Kokosnüsse etc.).
Da es sich bei diesen L-Welsen um so genannte "Holzfresser" handelt, sollte das verwendete Holz auch aus "weichen" Holzsorten bestehen. Das sind z.B. Moorkien und Mangrove. Diese Holzsorten werden von den Welsen ständig angeraspelt.
Um das Aquarium etwas abzudunkeln, eignen sich besonders verschiedene Schwimmpflanzen wie Teichlebermoos (Riccia fluitans), Kleine Wasserlinse (Lemna minor L.) oder auch Hornkraut (Ceratophyllum demersum).
Das Futter ist L-Wels-typisch (Lebendfutter, Frostfutter, Boden- und Hafttabletten, Flockenfutter und Gemüse). An Gemüse fressen meine L 104 besonders gerne Kohlrabiblätter, Kartoffeln, Erbsen und Spinat.
Hier ein externer Link: L 448 auf www.L-Welse.com
L 38
(Peckoltia sp.)
Dieser ruhige und friedliche Harnischwels erreicht eine Größe von ca. 10 cm und ist somit für Aquarien ab 60 cm geeignet.
Er stellt (zumindest zur Haltung) keine besonderen Ansprüche an das Wasser. Sauber (häufiger Wasserwechsel) und sauerstoffreich sollte es allerdings sein. Der Temperaturbereich kann mit 25 - 29 °C angegeben werden.
Die Beckeneinrichtung sollte "welstypisch" sein. Zum Strukturieren des Aquariums und als Unterschlupf sind Wurzeln, Schiefer und Tonröhren gut geeignet. Bepflanzt kann das Becken durchaus werden. Allerdings sollten diese Pflanzen nicht zu lichthungrig sein, da die Welse es lieber etwas schummrig mögen. Es eignen sich z.B. Anubias und verschiedene Cryptocoryne-Arten, welche auch mit wenig Licht zufrieden sind.
Als Allesfresser kann man dem L 38 verschiedendstes Futter anbieten. Flockenfutter, Welschips, Futtertabletten und Granulat werden gerne genommen. Mit tierischem Futter (z.B. Frostfutter) sollte man sparsam umgehen. Meine L 38 mögen verschiedene Gemüsesorten (wie z.B. Kartoffel, Gurke, Salat, Soinat...) nicht so sehr. Erbsen (tiefgekühlt) werden hingegen gerne gefressen. Als Nahrungsergänzung sollte auch weiches Holz (Moorkien, Mangrove) im Aquarium vorhanden sein.
Hier ein externer Link: L 38 auf www.L-Welse.com
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