Eigenbau Innenfilter (HMF)


Hier beschreibe ich den Eigenbau meiner Innenfilter.
Sie haben ein großes Filtervolumen und damit eine sehr lange wartungsfreie Standzeit.
Das Prinzip beruht auf der biologischen Filterung, welche bei wenig Energieverbrauch (ca 2 - 5 Watt) sehr effektiv und für Aquarien jeder Größe realisierbar ist.
Erfunden habe ich sie nicht, wenngleich ich sie ohne Kenntnis, dass es etwas in dieser Art bereits seit vielen Jahren in der Aquaristik gibt, schon sehr lange nutze.


Das Prinzip beruht auf dem Hamburger Mattenfilter.

Ich beschreibe hier am Beispiel eines Standardaquariums (60 x 30 x 30 cm) meine Herangehensweise für den Bau des Mattenfilters.

Benötigt wird:
- besagtes Aquarium
- 2 Glasstreifen (29 x 3 cm)
- Filtermatte (29 x 23 x 5 cm)
- ein kleiner Innenfilter bzw. Umwälzpumpe
- ein Stück Schlauch (ca. 11 cm lang)
- Silikon (für Aquarien geeignet!)
- ein kleines Cuttermesser

Filtermatte >>> Hier gilt es, die Porendichte (PPI = Poren pro Inch) zu beachten! Es gibt üblicherweise Filtermatten mit 10, 20, 30 und 45 PPI. Häufig findet man auch nur die Angabe "grob" (10 PPI), "mittel" (20 PPI), "fein" (30 PPI) und "sehr fein" (45 PPI).
In der hier vorgestellten Bauanleitung habe ich eine Filtermatte mit 10 PPI verwendet. Diese eignet sich aber nicht für Aquarien in denen sehr kleine Jungfische oder junge Garnelen gehalten werden, da diese durch das Filtermaterial in die Filterkammer gelangen können. Aus diesem Grund verwende ich inzwischen die feine Variante (30 PPI).

Innenfilter bzw. Pumpe >>> Ich nutze hier einen kleinen Innenfilter mit 2,5 Watt und regelbarer Förderleistung von 50 - 280 l/Stunde. Aquael Unifilter 280 bei www.tierundteich.de

Los gehts!

Die Glasstreifen, welche jeweils an einer Ecke angefast sind, damit sie über die im Aquarium vorhande Silikonnaht passen, werden mit 15 cm Abstand vom Rand hochkant in das Aquarium geklebt.

Damit die passend geschnittene Filtermatte beim Biegen in den Viertel-Kreis auf der inneren Seite nicht knickt und somit die Poren zu sehr "verdichtet" werden, habe ich eine ca. 4,5 cm breite, (logischerweise 29 cm lange) und 2 cm tiefe Kerbe in die Mitte der Filtermatte geschnitten.

5 cm vom oberen Rand und 5 cm vom linken Rand (an der langen Seite des Aquariums anliegend) habe ich mit einem kleinen Cuttermesser einen schmalen Schnitt (ca. 1 cm - Breite der Klinge) durch die Filtermatte geführt. Hier wird dann das Plasterohr durchgeschoben, welches eng an der Filtermatte anliegend (kleine Fische kommen so nicht in die "Pumpenkammer" hinter der Filtermatte) den Ausströmer ergibt.

Nun wird die Filtermatte hinter die Glasstreifen geklemmt, die Pumpe über ein Stück passend großen Schlauch mit dem Plasterohr (Ausströmer) verbunden, der Kies im Aquarium vor der Filtermatte eingefüllt, Wasser hineingelassen und die Pumpe angeschaltet.

Fertig!

Mattenfilter im Aquarium Mattenfilter im Aquarium

Die Silikonnähte sind nicht perfekt halten aber hoffentlich ewig. So ganz nach dem Motto: "Viel hilft viel" ;-) und "Übung macht den Meister!"

Fotos vom mit Javamoss bewachsenen "Hamburger Mattenfilter" folgen demnächst. Das Javamoos wird einfach links und rechts zwischen Glasstreifen und Filtermatte geklemmt. Nach einer Weile wächst es an der Filtermatte fest. Die Filterleistung wird nicht beeinträchtigt und die Filtermatte ist "getarnt".

Mail me!   |   Sitemap   |   Impressum   |   © 2003 - 2011 made by   foto-dami